WWOOF Australia
Gründung des WWOOF-Programms in Australien
Der erste Austausch von Arbeit gegen Unterkunft erfolgte im Jahre 1972 in
England. WWOOFer hielten sich für ein Wochenende auf einer Biofarm auf;
damals hieß das Programm noch „Working Weekends on Organic Farms“, bis sich einige Leute fragten, warum die Idee nur auf das Wochenende beschränkt sein sollte. So wurde der Name zehn Jahre später in „Willing Workers on Organic Farms“ geändert.
Das WWOOF-Programm ist heute in 31 Ländern vertreten, darunter auch
Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Spanien, die USA, Österreich,
Großbritannien, Kanada, Japan, Italien und Ghana. In allen Ländern
funktioniert das Programm ähnlich, indem es Menschen zusammenführt und
Kulturen verbindet.
In Australien wird WWOOFing seit 1981 praktiziert. Lionel Pollard brachte
die Idee auf den Kontinent und baute sie in über 25 Jahren zu einer
populären Organisation auf. Fünf Angestellte kümmern sich um die Bedürfnisse
der WWOOFer und die Veröffentlichung der über 1500 Farmangebote. Sie stellen jährlich das aktuelle WWOOF-Buch mit Kontaktadressen und Informationen zur Farm, der Unterkunft und den Arbeitsangeboten zusammen. So können Mitglieder ganz einfach eine WWOOF-Farm für sich finden; meist hängt die Wahl vom geografischen Standpunkt ab oder welche Anbau- oder Zuchtmethoden auf der Farm angewandt werden. Einige WWOOFer entscheiden sich lieber für eine Gastfamilie, die mehrere Sprachen sprechen kann oder viele Kinder hat. So hat man die Möglichkeit, sich schon im Voraus für eine Farm zu entscheiden, zu der man höchstwahrscheinlich eine gute persönliche Beziehung aufbauen kann.
Viele der teilnehmenden Farmen engagieren sich aktiv für wildlebende Tiere
oder Landschaftspflege in Australien. So können WWOOFer während ihres
Aufenthalts nicht nur etwas über die Abläufe auf einer Biofarm erfahren,
sondern auch wichtige Fakten zum Umweltschutz lernen.
Einige Kritiker meinen, dass WWOOFing Arbeitsplätze für Australier in Gefahr
bringe. Das stimmt so nicht, denn WWOOFer erledigen nur solche Arbeiten, die
von einem fest angestellten Farmarbeiter nicht erledigt werden würden. Dies
bestätigt inzwischen auch die Einwanderungsbehörde, denn um zu WWOOFen, benötigt man kein Arbeitsvisum, schließlich verdient man nichts bei dieser freiwilligen Arbeit. Mit einem Touristenvisum können ausländische WWOOFer problemlos für drei Monate auf einer Farm arbeiten.

Australien - Erwartungen und Enttäuschungen
Wwoofing - Allgemeines
